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Archive for April 2011

Saudi-Arabien: Frauen proben den Aufstand

Riyad – Am 24. April versuchte eine Gruppe Frauen sich für die im September stattfindenden Wahlen in die Wählerliste eintragen zu lassen….

Die Gruppe ist auch auf Facebook aktiv:

http://www.facebook.com/home.php?sk=group_203164233036094

Geopolitische Verschiebungen

Wir erleben eine gewaltige Verschiebung der weltweiten geopolitischen Realitäten.
Das grosse Buch der Weltgeschichte ist eben nicht zu Ende geschrieben, ein neues Kapitel ist eröffnet worden, und noch weiss niemand was darin stehen wird.
Geschrieben sind erst die ersten Sätze.

Die hegemoniale Macht der USA verschwindet zusehend.
Staaten, welche noch vor wenige Monate fest im geopolitischen System der USA eingebettet schienen, scheren aus dieser Ordnung aus.

Was am 17. Dezember 2010 in Tunesien, nach dem Tod des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in Sidi Bouzid, mit Unruhen begann entwickelte sich rasch zu einer revolutionäre Bewegung, welche zuerst Tunesien erfasste und anschliessend auf die gesamte Region, von Marokko bis zur arabische Halbinsel übersprang.
Das Nachrichtenportal Spiegel Online meinte dazu: „die Protesten seien ein Vorbild für Millionen von Arabern, die seit Jahrzehnten unter ihren korrupten Herrschern leiden“.
Zine el-Abidine Ben Ali verliess am 14. Januar 2011, nach 23 Regierungsjahren, fluchtartig das Land.

Am 5. Januar 2011 brachen Unruhen in Algerien und am 25. Januar 2011 Unruhen in Ägypten aus, die von den Protesten in Tunesien inspiriert waren und grösstenteils vergleichbare Motive hatten. Weiterlesen …

Journal Reporter – Syrien und die Marktwirtschaft – 28.03.2010

Bis vor wenigen Jahren war Syrien eine abgeschottete Planwirtschaft. Syrien konnte sich das leisten, weil die Einnahmen aus dem Erdölexport die zentral gelenkte Wirtschaft am Leben hielten. Nun vollzieht das Land den Wechsel zur Marktwirtschaft, denn die Ölreserven gehen zuende. DW-TV-Reporter Georg Matthes fragt, wie die Menschen mit dem Wandel zurechtkommen.
In der Altstadt von Damaskus ist der wirtschaftliche Umbau mit Händen zu greifen. Die Händler bieten die traditionellen syrischen Waren an, daneben stehen die Importe, die die ganze Welt mittlerweile nach Syrien verkauft. Der DW-TV-Reporter erfährt, was es für die syrische Wirtschaft bedeutet, wenn sie auf einmal mit aller Welt konkurrieren muss. Er erfährt, dass der Staat immer noch ausgleichend eingreift, etwa beim Mehlpreis. Und er stellt mit Erstaunen fest, dass im syrischen Überwachungsstaat über den Wechsel des Wirtschaftssystems mit großer Offenheit diskutiert wird. (Comment: Deutsche Welle)

Rafik Schami über Syrien in der Kulturzeit vom 24.03.2011

Neue Gewalt in Südafrika

Die Bilder, die die letzten Minuten im Leben von Andries Tatane zeigen, haben in Südafrika eine Welle der Erschütterung ausgelöst. Unbewaffnet und mit nacktem Oberkörper wird er von einer Gruppe von Polizisten mit Schlagstöcken verprügelt und zweimal aus kurzer Distanz in die Brust geschossen. Wenige Minuten später stirbt Tatane an seinen Verletzungen. Die Sanitäter können nur noch seinen Tod feststellen.

Kategorien:Südafrika

Das kurze Gedächtnis

Senator John McCain, ehemaliger Kandidat der Republikanischen Rechten bei den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA, forderte während seinem Besuch im umkämpften Libyen, die US-Regierung auf, die Übergangsregierung des libyschen Nationalrats als „die legitime“ Regierung von Libyen anzuerkennen.

Was für eine Wende! …Vor 20 Monaten, ganz genau am 14. August 2009, war Senator John McCain ebenfalls in Libyen zu Besuch. Damals traf er Muhamar al Gaddafi in Tripolis und lobte ihn für „seine Rolle als Friedensstifter in Afrika.

Im August 2009 führte Senator John McCain eine Delegation von noch weiteren drei Senatoren an, die libysche Delegation bestand damals aus Muhamar al Gaddafi, seinem Sohn Moutassim, und drei weiteren hohe Beamten. Im April 2009 hatte Gaddafis Sohn Moutassim (damals im Amt als Berater für nationale Sicherheit) in Washington US-Aussenministerin Hillary Clinton noch getroffen.

Libyen wurde damals noch als „wichtiger Verbündeter im Krieg gegen den Terrorismus“ gesehen und libysche Militärs auch in den US- Militärakademien ausgebildet.

http://www.mondialisation.ca/index.php?context=va&aid=24484

Syrian Soldiers Respond to Snipers

Filmed in Latakia as soldiers respond to bullets fired by unknown agents. The regime’s view is that Saudi agents are operating inside Syria, but have not produced evidence to support this claim.

http://www.military.com/video/operations-and-strategy/battles/syrian-soldiers-respond-to-sniper-fire/889220369001/

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